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medio.tv/Dellit
GEMEINDE-
BRIEF
der Evangelischen Kirchengemeinden Diemelsee und Vasbeck
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Nr. 3 September bis November 2021 6. Jg.
Monatsspruch November 2021
AUF EIN WORT
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-2-
Schwer zu glauben!??
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
im letzten Gottesdienst war das
Thema der Predigt die Bergpredigt
aus dem Matthäus-Evangelium.
Pfarrer Nissen las daraus das Ende
vor - Sie wissen schon, diese Stelle,
wo ein Haus auf Felsen und das
andere auf Sand gebaut ist. Schon
während er den Text vorlas, musste
ich an die vielen Flutopfer denken,
die vor einigen Wochen ihre Häuser
verloren haben, obwohl sie alles
richtig gemacht hatten und ihr Haus
auf Felsen gebaut war. Auch Pfarrer
Nissen begann seine Predigt mit
diesem Vergleich und ich dachte,
das ist jetzt wieder so ein Moment,
in dem es vielen schwerfällt, an Gott
zu glauben.
Ähnlich ging es mir während des
Konfirmationsgottesdienstes hier in
unserem Dorf. Ich überlegte, wie
man diese jungen Menschen über-
zeugen kann, dass es sich lohnt, zu
glauben. Auch in einer Zeit, in der
ihr Leben durch Corona völlig aus-
gebremst wird, in der Flut- und
Waldbrandkatastrophen sich ab-
wechseln und wo auch im eigenen,
privaten Leben oft Dinge passieren,
die einen zweifeln lassen!?
Eine gute Freundin sagte mal zu
mir: “Wenn es einen Gott be,
dann dürften doch nicht so viele
schlimme Dinge passieren!“ Ich
denke, Gott geht es mit uns so wie
Eltern mit ihren Kindern. Man liebt
sie und will sie möglichst immer
beschützen. Aber man kann nicht
jede Sekunde bei ihnen sein und
auf sie aufpassen. Und wenn dann
mal etwas passiert ist, dann sind
Eltern für ihre Kinder da, trösten sie
und sie fühlen sich bei ihren Eltern
geborgen.
Und so ist es doch auch mit Gott.
Auch wenn es mal nicht so gut läuft
in unserem Leben oder gerade
dann, dann ist er für uns da und
man findet Trost, Geborgenheit und
Hilfe, wenn man es zulässt.
Also, lassen Sie es zu. In guten und
in schlechten Zeiten. Es lohnt sich,
das können sie mir glauben!!
Mit herzlichen Grüßen vom
Gemeindebriefteam
Daniela Krummel
INHALTSVERZEICHNIS:
AUF EIN WORT
2
AN(GE)DACHT
3
AUS DEN KIRCHENBÜCHERN
4-6
ABSCHIED
7
FÖRDERVEREIN KIRCHE ADORF
8+9
SANIERUNG KIRCHE ADORF
10
RADWEGEKIRCHE VASBECK
11+12
GOTTESDIENSTE
13-15
BITTE VORMERKEN
16
KINDERSEITE
17
KONFIRMATION IN WIRMIGHAUSEN
18
SERENADENABEND
19
WGT IN BENKHAUSEN
20+21
UPDATE VON SING & PRAISE
22-25
ANSPRECHBAR
26+27
ZU GUTER LETZT
28
AN(GE)DACHT
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-3-
Vorsichtige Freude
Liebe Leserin, lieber Leser,
noch ist Sommer und ich fühle mich
ein wenig auf der Welle des Le-
bens, die nach langer Zeit hoch-
steigt und gegen lange Flaute auf-
begehrt.
Menschen trauen sich wieder. Sie
trauen sich, einander zu begegnen,
sich zu (er-)freuen, zu feiern. Ein
Freund von mir kann seine Eltern,
die sich bis zur vollständigen Imp-
fung auf beiden Seiten Besuch ver-
beten haben, wiedersehen. In unse-
ren Kirchen konnten wir ausstehen-
de Konfirmationen, die letztes Jahr
noch an der steigenden Corona-
gefahr gescheitert waren, nachho-
len. Mit unseren aktuellen” Jugend-
lichen durften wir gemeinsam Ab-
schluss feiern. Welch ein Glück!
Familien melden sich vehement, um
endlich ihr (oft gar nicht mehr so)
junges Glück in Gestalt des neuge-
borenen Kindes zu feiern. Bei eini-
gen ist der Täufling inzwischen ein
Jahr oder sogar zwei. Viele Ge-
meinden singen wieder vorsichtig -
hinter Masken, aber immerhin! Ju-
belkonfirmanden fühlen vor, fragen
nach ihrem Fest. Ein positiver Ruck
heraus aus fast depressivem Still-
halten ist es, der da durch die Rei-
hen geht. Und doch bleibt der Auf-
bruch nicht ungestört. Während ich
schreibe, schaut das mediale
Deutschland schon wieder auf die
Infektionsquote, sorgt sich um Impf-
erfolge und diskutiert Freigaben für
Geimpfte beziehungsweise Ein-
schränkungen für Verweigerer.
In meiner Herkunftsfamilie wurde
die bekannte Geschichte von Fre-
derick, der Maus (L. Leoni), die im
Sommer statt des Nahrungsvorrats
lieber Bilder und Farben für den
Winter sammelt, von meinem Vater
stets nach einem alternativen
Schluss erzählt. Und zwar so, dass
die Mäuse in ihrem Bau ob des
langen Winters jeglichen Mut und
Hoffnung verloren. Und Frederick
daraufhin in seinen unsichtbaren
Schatz griff, den er im Sommer
gesammelt hatten und mit kräftigen
Ausschmückungen das Leben in
der warmen Jahreszeit greifbar vor
Augen malte. Mit der Folge, dass
die Mäuse daraus Kraft und Zuver-
sicht schöpften und es so ins
nächste Frühjahr schafften. Tun wir
es den Mäusen gleich. Sammeln
wir, liebe Gemeinden! Bereichern
wir einander mit dem, was wir ha-
ben und einander geben können.
Und wer das tut, ist nicht mehr weit
entfernt von Religion. Denn die lebt
von ihren Grunderzählungen, die
von der Güte Gottes künden und
ausmalen, wie er ist, was er tut und
wie er auch zu uns sein kann. Das
Prinzip Hoffnung lebt. Und es trägt:
Durch den kommenden Winter und
unbesehen davon sowieso durch
alle kalten, traurige Tage im eige-
nen Leben.
Ihr Pfarrer
S. Biehn-Tirre
AUS DEN KIRCHENBÜCHERN
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-4-
Es wurden getauft:
AUS DEN KIRCHENBÜCHERN
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-5-
Es verstarben und wurden kirchlich bestattet:
AUS DEN KIRCHENBÜCHERN
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-6-
Es verstarben und wurden kirchlich bestattet:
Die evangelische Kirchengemeinde nimmt traurig
Abschied von ihrem langjährigen Organisten Lo-
thar Lamm.
„Musik war sein Leben“ – die meisten Menschen
kannten ihn als begeisterten und begeisternden
Musiker mit Keyboard und Akkordeon. Doch
sein Herz schlug nicht weniger für die Kirchen-
musik. Von 1959 an war Lothar Lamm fast 60
Jahre lang für die Kirchengemeinde in den Orten
Ottlar, Giebringhausen, Stormbruch und Hering-
hausen als Organist tätig. Bis zum Ausscheiden
aus dem Dienst am 31. Dezember 2018 beglei-
tete er Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen,
Trauungen und Beerdigungen - mit Können und
Gewissenhaftigkeit, mit Zuverlässigkeit und mit
viel Liebe.
Wir danken Gott für seinen treuen Dienst
und wissen Lothar Lamm bei I
HM
geborgen.
Meine Zeit steht in
deinen Händen.
Psalm 31,16
Lothar Lamm
* 22. Februar 1937
20. Juli 2021